Rechtliche Vorsorge

So lange, wie die Geschäftsfähigkeit noch gegeben ist, sollten Menschen mit Demenz eigene Entscheidungen über rechtliche und finanzielle Situationen treffen, wie über ihre zukünftige Pflege, mögliche ärztliche Maßnahmen und die Verwaltung ihres Vermögens. Hierzu können ihre Wünsche und Veranlassungen in einer Vorsorgevollmacht, einer Betreuungsverfügung und einer Patientenverfügung festgehalten werden, um diese Entscheidungen auch umsetzen zu können, wenn die Person nicht mehr geschäftsfähig ist.
 
Mit einer Vorsorgevollmacht kann eine oder mehrere vertraute Personen als gesetzliche Vertretung festgelegt werden, die im Falle, dass man krankheitsbedingt keine eigenen Entscheidungen mehr treffen kann, die eigenen Interessen vertritt. Diese Vorsorgevollmacht sollte schriftlich erteilt werden und mit einer beglaubigten Unterschrift versehen sein. Die Person muss zum Zeitpunkt der Erstellung noch geschäftsfähig sein.
 
Für eine Betreuungsverfügung muss die Person nicht mehr geschäftsfähig sein. Können wichtige Entscheidungen nicht mehr selbst getroffen werden und wurde keine andere Person bevollmächtigt durch eine Vorsorgevollmacht, kann über das Amtsgericht (Vormundschaftsgericht) eine Betreuung für die erkrankte Person angeregt werden. Die Betreuungsverfügung enthält die Wünsche der Menschen mit Demenz hinsichtlich ihrer späteren Lebensgestaltung.
 
In der Patientenverfügung gibt die Person konkrete Anweisungen, welche ärztlichen Maßnahmen bei Eintritt eines lebensbedrohlichen Zustandes zu ergreifen oder zu unterlassen sind. Die Person muss zum Zeitpunkt der Erstellung noch einwilligungsfähig sein.
 
Mehr Informationen zum Betreuungsrecht, sowie der Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung erhalten Sie auf Seiten der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V.
 

Veranstaltungen und Termine

Alzheimer's Afternoons

05.05.2020 - 03.08.2020
Online Seminar Serie
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Mit Demenz leben

12.05.2020 - 26.05.2020
Online Seminar Serie
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6. Kongress der EAN (Europäische Akademie für Neurologie)

23.05.2020 - 26.05.2020
Online Kongress
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Aktuelle Informationen und Artikel

Entzündung könnte Fortschreiten einer Alzheimer-Demenz triggern

27.04.2020 - Deutsches Ärzteblatt
Bonn – Eine Immunreaktion der Mikroglia-Zellen im Gehirn könnte für die Entwicklung einer Alzheimer-Erkrankung maßgeblich mitverantwortlich sein. Das berichten Wissenschaftler um Michael Heneka, Arbeitsgruppenleiter am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und Direktor der Klinik für Neurodegenerative Erkrankungen und Gerontopsychiatrie am Universitätsklinikum Bonn. Ihre Arbeit ist in der Fachzeitschrift Cell Reports erschienen.
auf Deutsches Ärzteblatt weiterlesen

Neues Infoblatt informiert Menschen mit Demenz und Angehörige zum Corona-Virus

10.04.2020 - Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft hat ein Informationsblatt erstellt, mit dem Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen die wichtigsten Informationen zum Umgang mit der aktuellen Corona-Krise erhalten. Damit soll der Verunsicherung entgegengewirkt werden. Praktische Tipps zur Alltagsgestaltung erleichtern das Zusammenleben bei eingeschränkten Kontakt- und Bewegungsmöglichkeiten.

auf Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. weiterlesen

Interview mit Prof. Gasser zum Welt-Parkinson-Tag: „Klären Sie so frühzeitig wie möglich die Symptome ab“

09.04.2020 - DZNE
Parkinson-Forscher Prof. Thomas Gasser spricht im Interview über die Vorboten der Parkinson-Erkrankung, die Bedeutung der Diagnose für Patient*innen und Angehörige und mögliche neue Therapieansätze.
auf DZNE weiterlesen

Aktuelle Rekrutierung

Aktuell sucht die Eisai Studie Probanden.
 
Diese Studie untersucht die Wirksamkeit eines neuen Medikaments für Patient*innen im frühen Stadium der Alzheimer-Krankheit gegenüber einem Placebo und wird an mehreren Gedächtnisambulanzen in Deutschland durchgeführt.

Promotionsstipendium

Drei Alzheimer Promotionsstipendien der Hans und Ilse Breuer-Stiftung wurden 2019 an drei Nachwuchswissenschaftlerinnen vergeben.