Diagnose

Eine Diagnose stellt eine medizinische Einordnung für subjektiv beobachtete Leistungseinschränkungen und Verhaltensänderungen eines Menschen dar und schafft dadurch Klarheit in Bezug auf geeignete Therapiemaßnahmen. Störungen des Gedächtnisses und des Denkvermögens können viele verschiedene Ursachen haben. Einige davon sind heilbar, wenn sie rechtzeitig erkannt werden, wie eine Schilddrüsenunterfunktion oder Nebenwirkungen bestimmter Medikamente. Mitunter sind die Ursachen nach aktuellem Stand allerdings noch nicht verstanden und daher nicht heilbar, wie bei einer Alzheimer-Erkrankung – es können trotzdem durch eine Behandlung der Beschwerden die Auswirkungen der Krankheit abgeschwächt werden. Die medizinische Diagnose ist die Voraussetzung dafür, dass Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen Gewissheit über den Ist-Zustand bekommen und hiervon ausgehend weitere Schritte planen können. Werden im Alltag Defizite bemerkt und es bestehen Sorgen, sollte der Hausarzt bzw. die Hausärztin aufgesucht werden. Diese können dann für eine ausführliche Abklärung der Beschwerden eine Überweisung für eine Gedächtnisambulanz ausstellen.
 

Ablauf Diagnostik

Bei der Durchführung diagnostischer Maßnahmen ist die Einwilligungsfähigkeit der untersuchten Person wichtig. Dabei sind ggf. Maßnahmen zu ergreifen, um eine gesetzliche Vertretung des Betroffenen für Fragen der Gesundheitsfürsorge zu schaffen (siehe rechtliche Vorsorge). Ist die Einwilligungsfähigkeit gegeben, werden im Laufe eines oder mehrerer Termine unterschiedliche Diagnoseschritte durchlaufen. Auf den folgenden Seiten finden sich Beschreibungen dieser Schritte, die je nach Krankheitsbild nicht alle immer durchgeführt werden müssen.

Veranstaltungen und Termine

Alzheimer's Afternoons

05.05.2020 - 03.08.2020
Online Seminar Serie
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Mit Demenz leben

12.05.2020 - 26.05.2020
Online Seminar Serie
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6. Kongress der EAN (Europäische Akademie für Neurologie)

23.05.2020 - 26.05.2020
Online Kongress
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Aktuelle Informationen und Artikel

Entzündung könnte Fortschreiten einer Alzheimer-Demenz triggern

27.04.2020 - Deutsches Ärzteblatt
Bonn – Eine Immunreaktion der Mikroglia-Zellen im Gehirn könnte für die Entwicklung einer Alzheimer-Erkrankung maßgeblich mitverantwortlich sein. Das berichten Wissenschaftler um Michael Heneka, Arbeitsgruppenleiter am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und Direktor der Klinik für Neurodegenerative Erkrankungen und Gerontopsychiatrie am Universitätsklinikum Bonn. Ihre Arbeit ist in der Fachzeitschrift Cell Reports erschienen.
auf Deutsches Ärzteblatt weiterlesen

Neues Infoblatt informiert Menschen mit Demenz und Angehörige zum Corona-Virus

10.04.2020 - Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft hat ein Informationsblatt erstellt, mit dem Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen die wichtigsten Informationen zum Umgang mit der aktuellen Corona-Krise erhalten. Damit soll der Verunsicherung entgegengewirkt werden. Praktische Tipps zur Alltagsgestaltung erleichtern das Zusammenleben bei eingeschränkten Kontakt- und Bewegungsmöglichkeiten.

auf Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. weiterlesen

Interview mit Prof. Gasser zum Welt-Parkinson-Tag: „Klären Sie so frühzeitig wie möglich die Symptome ab“

09.04.2020 - DZNE
Parkinson-Forscher Prof. Thomas Gasser spricht im Interview über die Vorboten der Parkinson-Erkrankung, die Bedeutung der Diagnose für Patient*innen und Angehörige und mögliche neue Therapieansätze.
auf DZNE weiterlesen

Aktuelle Rekrutierung

Aktuell sucht die Eisai Studie Probanden.
 
Diese Studie untersucht die Wirksamkeit eines neuen Medikaments für Patient*innen im frühen Stadium der Alzheimer-Krankheit gegenüber einem Placebo und wird an mehreren Gedächtnisambulanzen in Deutschland durchgeführt.

Promotionsstipendium

Drei Alzheimer Promotionsstipendien der Hans und Ilse Breuer-Stiftung wurden 2019 an drei Nachwuchswissenschaftlerinnen vergeben.